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Spätburgunder, auch Blauer Spätburgunder oder Pinot Noir genannt


Das Prädikat "König der Rotweine" bringt die mit dem Riesling vergleichbare Bedeutung des Spätburgunders nach alter Verbreitung und Ruhm des Weines zum Ausdruck.

Herkunft: Die den Wildreben Westeuropas nahe stehende Sorte kann bereits zur Zeit der Römer ausgelesen und kultiviert worden sein. Für das Alter des Burgunders sprechen auch die zahlreichen Spielarten oder Seitenlinien des Burgundergeschlechts, die sich zwar nach Reifezeit, Beerenfarbe oder Blatt- und Triebbehaarung unterscheiden, aber häufig erst zur Reifezeit an den Trauben sicher unterscheidbar sind.

Merkmale: Triebspitze stark wolligbehaart. Blatt mittelgroß, dunkelgrün rau bis blasig; meist wenig gebuchtet, manchmal schwach drei- bis selten fünflappig, Blattunterseite leicht wolligbehaart. Nerven vereinzelt beborstet. Blattrand stumpf gezähnt; Stilbucht v-förmig Trauben alle Typen klein bis mittelgroß, walzenförmig dichtbeerig, selten geschultert, geteilt, neue lockerbeerige Klonen weniger botrytisanfällig. Beeren rund bis oval dunkelblau stark graublau beduftet, dünnhäutig. Geschmack saftig, fruchtig, wohlschmeckend.

Eigenschaften: Im Anbau bereitet die Sorte keine größeren Probleme. Es sei denn, frühzeitige Fäulnis, insbesondere bei den alten Klonen mit sehr dichten Beerenstand, machen eine zu zeitige Lese notwendig. Andererseits ermöglicht aber die Edelfäule das Gewinnen hochwertiger Auslesen.

Wein: Tiefrubinrot (Burgunderrot, manchmal von einem warmen Braunton durchstrahlt. Den Geschmack prägen Reife und eine fruchtige Säure verbunden mit an Holzfasslagerung erinnernder für alle Burgunderweine typischer Note. Sie passen zu kräftigen Braten, zu Wild oder Käse. Zunehmend Bedeutung gewinnen die fruchtigen Weißherbste oder Blanc de Noir.

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© Weingut, Ökonomierat Gg. Friedr. Beck in Friedelsheim/Pfalz